FDP Wetterau besucht Museum Echzell

23.01.2016

Pressemitteilung

Hahn: “Der Limes gehört zur Geschichte der Wetterau”

Gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten des Wetteraukreises, Wolfgang Patzak, dem Fraktionsvorsitzenden der FDP im Wetterauer Kreistag, Peter Heidt, und der stellvertretenden Kreisvorsitzenden der FDP Wetterau, Natascha Baumann, hat der heimische Landtagsabgeordnete  Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn das Museum Echzell besucht. Dr. Jochen Degkwitz, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Echzell, empfing die FDP-Delegation vor der Evangelischen Kirche in Echzell. Hintergrund des Besuchswunsch von Hahn war dessen Besuch auf der Saalburg, dem größten Limesmuseum in Hessen. „Dort wurde mir berichtet, dass das Limes-Museum in Echzell mit sehr großem Engagement auch für die Zeit des Limes werbe. Und ich wusste davon bisher nichts“, so Hahn.

Die Evangelische Kirche in Echzell steht auf den Grundmauern eines antiken Thermalbads, wie Degkwitz erläuterte. Pflastersteine im Boden skizzieren heute den Mauerverlauf zweier ehemaliger Schwitzräume der Therme, die zu einem riesigen römischen Kastell gehört. Auf rund 5,2 Hektar Boden ließ Kaiser Domitian gegen 100 n. Chr. eine der größten Verteidigungsanlagen des Obergermanischen Limes, also der Außengrenze des Römischen Reichs, bauen. Wie viele römische Soldaten in Echzell exakt stationiert waren, lässt sich heute nicht mit letzter Gewissheit rekonstruieren. Degkwitz hält die Zahl von rund eintausend Mann „Sollstärke“ für realistisch, bestehend aus einer Reitereinheit und einer Infanterie-Kohorte von je 500 Mann. Hinzu kommen nochmal mindestens 500 Pferde. Die weitläufigen Horloffauen bei Echzell seien dabei wahrscheinlich als Weideplatz besonders geeignet gewesen.

Hahn merkte an: „Es ist erstaunlich, welche Schätze in der Region verborgen liegen. Der Wetterau-Limes ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Ich möchte jeden interessierten Echzeller dazu motivieren, sich im Heimat- und Geschichtsverein zu engagieren oder zumindest dem Museum einen Besuch abzustatten.“

Nach der Besichtigung der Außenanlagen, inklusive der rekonstruierten Jupitersäule, führte Degkwitz die Besucher in das Museum. Zahlreiche antike Fundstücke klären hier auf zwei Stockwerken über den Lebensalltag der Römer im Kastell auf. Daneben gibt es auch neolithische Exponate und einen Ausstellungsteil zur neueren Geschichte Echzells. „Sticht man in Echzell den Spaten in den Boden, so ist man in Rom“, fasst Degkwitz gegenüber den Freien Demokraten zusammen.

„Nicht nur Grundschulklassen besuchen regelmäßig unser Museum. Vor wenigen Wochen ist ein Professor samt Studentenschaft sogar extra aus Bochum angereist, um die Funde zu begutachten. Es freut natürlich, wenn die Arbeit unseres Geschichtsvereins so gewürdigt wird“, so Degkwitz weiter. Dem Heimat-und Geschichtsverein, den die Echzeller in den frühen 80er-Jahren gründeten, gehören heute rund 120 Mitgliedern an.

Im Anschluss an den Besuch des Museums nutzte die freidemokratische Delegation die Gelegenheit eines Gesprächs mit dem Echzeller Bürgermeister Wilfried Mogk, der sich über das Interesse freute und die Arbeit Degkwitz‘ lobte.